Fakultät Gestaltung
Mitarbeit an der Website der Fakultät Gestaltung Würzburg: Unterseiten angelegt, Inhalte im Backend eingepflegt, Dinge angepasst. Eine kleinere Arbeit im laufenden Betrieb einer bestehenden Website — die Gestaltung der Seite selbst ist nicht von mir.
Es ist die unglamouröseste Aufgabe in dieser Übersicht und die, aus der ich am meisten über Struktur gelernt habe. Wer Inhalte in ein fremdes System einpflegt, sieht dessen Aufbau von innen — und merkt sofort, wo er gut gedacht ist und wo nicht.
Schrift im Original: geometrische Serifenlose der Fakultät.
Das ist die kleinste Arbeit in dieser Übersicht, und sie steht hier trotzdem: weil Backend-Arbeit an einer bestehenden Website zum Berufsbild gehört und weil ich nicht nur die Projekte zeigen möchte, in denen ich alles selbst entworfen habe.
Das Erscheinungsbild der Website ist nicht von mir. Gestaltung und Entwicklung lagen bei anderen. Meine Arbeit war das Anlegen und Einpflegen von Unterseiten, das Einfüllen von Inhalten und kleinere Anpassungen im laufenden System. Die Abbildungen zeigen die öffentlich zugängliche Website, damit nachvollziehbar ist, in welchem Rahmen das stattgefunden hat.
Eine Website, die viele Inhaltsarten trägt
Die Fakultät bildet in zwei Studiengängen aus: dem Bachelor Kommunikationsdesign und dem Master Design & Information. Die Website muss deshalb gleichzeitig Studieninteressierte, Studierende, Lehrende und die Fachöffentlichkeit bedienen — vier Gruppen, die dieselbe Seite völlig unterschiedlich benutzen.
Entsprechend gibt es nicht einen Seitentyp, sondern viele: Studiengangsseiten, ein Verzeichnis von Lehrveranstaltungen mit Filtern, Personenseiten, Werkstätten und Labore, Projekte und Publikationen, Aktivitäten mit Ausstellungen und Vorträgen, ein Terminkalender. Und alles zweisprachig.
Das ist der Punkt, an dem so eine Seite anspruchsvoll wird. Ein Kurs hat ein Semester, einen Studiengang, eine Kategorie, einen oder mehrere Lehrende, eine Zeit und einen Raum — und die Lehrenden haben ihre eigenen Seiten. Jede einzelne Angabe ist eine Verknüpfung, die stimmen muss, damit der Filter funktioniert und die Verlinkung nicht ins Leere geht.
Unterseiten anlegen und befüllen
Konkret waren es drei Arten von Aufgaben.
Unterseiten aufsetzen
Neue Seiten im vorhandenen System anlegen: richtiger Seitentyp, richtige Vorlage, richtige Position in der Struktur, Verknüpfungen zu den zugehörigen Einträgen.
Das klingt mechanisch und ist der Schritt, an dem sich später entscheidet, ob eine Seite auffindbar ist oder als Waise im System hängt.
Inhalte einfüllen
Texte, Bilder, Daten und Verknüpfungen eintragen — Lehrveranstaltungen mit Semester, Kategorie, Zeit, Raum und Lehrperson, Aktivitäten mit Datum, Einrichtungen mit Beschreibung.
Bei zweisprachigen Seiten jeweils beide Fassungen, damit kein Sprachwechsel auf eine leere Seite führt.
Kleinere Änderungen
Dinge geradeziehen, die im laufenden Betrieb auffallen: Beschriftungen, Reihenfolgen, Zuordnungen, Darstellungsfehler in einzelnen Ansichten.
Immer innerhalb dessen, was die Seite vorgibt — es war nicht meine Aufgabe, die Gestaltung zu verändern, sondern sie funktionieren zu lassen.
Drei Dinge aus dem Backend
Eine Struktur versteht man erst, wenn man sie befüllt
Von außen sieht ein Kursverzeichnis mit Filtern nach einer Gestaltungsfrage aus. Von innen ist es ein Datenmodell: Was ist ein eigener Inhaltstyp, was eine Kategorie, was eine Verknüpfung? Diese Unterscheidung habe ich hier zum ersten Mal praktisch verstanden — und sie ist der Grund, warum ich seither bei eigenen Webprojekten zuerst überlege, welche Inhaltsarten es gibt, und erst danach, wie sie aussehen.
Zweisprachigkeit vervielfacht die Pflege, nicht nur den Text
Jede Seite doppelt, jede Verknüpfung doppelt, jede Änderung doppelt. Wer das unterschätzt, produziert Sprachfassungen, die auseinanderlaufen. Ich prüfe seitdem bei mehrsprachigen Projekten immer beide Fassungen vollständig durch, statt darauf zu vertrauen, dass ein System das synchron hält.
Im fremden System bleibt man im fremden System
Es hat mich mehr als einmal gejuckt, Dinge gestalterisch anders zu machen. Das war nicht meine Aufgabe und wäre auch fachlich falsch gewesen: Eine Website, in der jede mitarbeitende Person ihre eigenen Vorstellungen hinterlässt, hat nach einem Jahr keine Gestaltung mehr. Diese Zurückhaltung fällt mir seitdem leichter — und ich weiß besser, wann ein Einwand in ein Gespräch gehört statt in eine stille Änderung.
Auch der unspektakuläre Teil gehört dazu
Weiter zu den anderen Arbeiten
Aus derselben Hochschule, ganz andere Aufgabe: das Wasserstoffflugzeug der Fakultät Maschinenbau.