Zehn Flyer, ein Raster
Produktflyer für die fünf Systeme von Optocycle, jeweils zweiseitig und in deutscher und englischer Fassung. Konzept, Raster, Satz und Reinzeichnung von mir.
Diese Blätter liegen auf Messetischen und werden im Anschluss an Gespräche mitgegeben. Sie müssen deshalb zwei Dinge gleichzeitig können: in drei Sekunden erkennbar sein und eine Woche später noch beantworten, warum man mit diesem Anbieter reden wollte.
Schrift im Original: Space Grotesk, Ziffern tabellarisch.
Diese Arbeiten sind im Rahmen meiner Anstellung bei der Optocycle GmbH entstanden; die Rechte liegen beim Unternehmen. Gezeigt wird ausschließlich Material, das bereits veröffentlicht wurde oder für die Veröffentlichung bestimmt war. Zu internen Zahlen, Abläufen, Verträgen und nicht veröffentlichten Entwürfen mache ich keine Angaben.
Personenbezogene Daten Dritter habe ich, wo sie nicht ohnehin öffentlich sind, aus den Abbildungen entfernt. Wer eine Abbildung hier nicht sehen möchte, schreibt mir kurz — dann ist sie weg.
Fünf Produkte, die sich ähnlich sehen
Die fünf Systeme unterscheiden sich nicht im Prinzip, sondern in der Situation: Der eine erfasst Material auf dem LKW, der nächste auf dem Förderband, der dritte am Haufen, der vierte auf der Schiene, der fünfte lässt den Fahrer selbst auslösen. Technisch verwandt, im Betrieb ganz verschieden.
Das ist genau die Lage, in der Produktkommunikation kippt. Entweder man schreibt fünf Mal fast dasselbe — dann sieht der Leser den Unterschied nicht. Oder man gestaltet fünf Mal frei — dann sieht er nicht mehr, dass es eine Familie ist. Die Lösung ist ein strenges gemeinsames Raster mit genau einer variablen Stelle.
Vorderseite verkauft, Rückseite belegt
Die Rollentrennung der beiden Seiten ist die wichtigste Entscheidung in diesem Projekt.
Ein Name, ein Bild, eine Zahl
Der Produktname steht zweizeilig und groß, darunter eine einzige Nutzenzeile. Dann ein Foto aus einer echten Anlage — kein Rendering — und ein Absatz, der in Alltagssprache erklärt, was das System tut.
Unten links sitzt die große Kennzahl. Sie ist der einzige Anker, den man aus drei Metern Entfernung liest, und der einzige Grund, das Blatt in die Hand zu nehmen.
Funktionsumfang und drei Vorteile
Die Rückseite bringt den Funktionsumfang als Pfeilliste — kurz, prüfbar, ohne Adjektive. Darunter drei nummerierte Vorteile: 01, 02, 03, jeweils mit einem kleinen Pfeil nach oben rechts.
Ganz unten der Kontakt mit Ansprechperson und Gesicht. Auf einem Blatt, das nach einem Gespräch mitgegeben wird, ist das die praktisch wichtigste Fläche.
Was über alle zehn Blätter gleich bleibt: Position und Größe des Produktnamens, die Bildecke, die Zahlenzone, das Rasterkreuz an den Blattkanten, die Pfeilform in den Listen und die Kontaktzeile. Was sich ändert: Name, Foto, Text, Zahl. Deshalb liegen fünf Produkte nebeneinander auf dem Tisch und wirken wie eine Familie, ohne dass irgendwo „Produktfamilie“ steht.
Die englische Fassung ist keine Übersetzung im Nachhinein, sondern im Raster mitgedacht: Englische Fachbegriffe sind kürzer, deutsche Komposita länger. Die Textfelder haben deshalb Reserve nach unten, damit beide Sprachen ohne Nachjustieren in derselben Datei sitzen.
Fünf Produkte, jeweils beide Seiten
Klick vergrößert. Die private Mobilnummer der Ansprechperson habe ich in diesen Abbildungen unkenntlich gemacht — auf den echten Blättern steht sie natürlich.
Dasselbe Blatt auf Englisch
Beispielhaft der Truck Imager in der englischen Fassung. Gleiches Raster, gleiche Zahlenzone, angepasste Zeilenumbrüche.
Drei Dinge über Serien im Print
Eine variable Stelle reicht
Mein erster Entwurf variierte Farbe, Bildformat und Zahlenposition je Produkt, weil sich das lebendiger anfühlte. Nebeneinander gelegt war es Chaos. Die Reduktion auf eine einzige veränderliche Zone war die Entscheidung, die aus fünf Blättern eine Familie gemacht hat.
Zweisprachigkeit ist eine Rasterfrage, keine Textfrage
Ich habe zuerst die deutsche Fassung fertiggestellt und dann übersetzt — und musste an mehreren Stellen nachjustieren, weil die Umbrüche nicht mehr passten. Beim zweiten Produkt habe ich die Textfelder von Anfang an für die längere Sprache bemessen. Seitdem baue ich mehrsprachige Layouts immer nach der längsten Sprache.
Ein echtes Foto schlägt ein schönes Rendering
Auf den Blättern ist die tatsächliche Anlage zu sehen, mit Staub, mit Wetter, mit unaufgeräumtem Hintergrund. Das war eine bewusste Entscheidung gegen die glattere Variante: Menschen, die täglich in solchen Anlagen stehen, erkennen sofort, ob jemand schon mal dort war.
Print, das im Betrieb überlebt
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Das größere Schwesterdokument: das fünfseitige Unternehmens-Factsheet in zwei Sprachen.